Kita-Kollaps stoppen

Pressemitteilung der Freien Wähler Mönchengladbach zur aktuellen Situation der Kindertagesbetreuung. Wir fordern eine faire Finanzierung und ein Ende der ideologischen Mangelverwaltung. Lesen Sie hier unsere detaillierten Forderungen und Lösungsvorschläge.

Faire Finanzierung statt Mangelverwaltung

Mönchengladbach, 17.12.2025 – Die Freien Wähler Mönchengladbach beobachten mit großer Sorge die eskalierende Krise in der Kindertagesbetreuung. Während das Land NRW immer neue Rechtsansprüche formuliert, lässt es die Kommunen bei der Finanzierung im Stich. Die Kreisvereinigung der Freien Wähler unterstützt daher die Forderung nach einer rechtlichen Klärung der U3-Finanzierung und fordert die Landesregierung unter Hendrik Wüst zum sofortigen Handeln auf.

Konnexitätsprinzip missachtet: Wer bestellt, bezahlt!

„Es kann nicht sein, dass das Land in Düsseldorf Gesetze verabschiedet und die Zeche in Mönchengladbach bezahlt werden muss“, erklärt Stephan Wilms/Payam Bayat-Spitler, Sprecher der Freien Wähler Mönchengladbach. Das sogenannte Konnexitätsprinzip wird seit Jahren mit Füßen getreten. Die Stadt Mönchengladbach muss Millionenbeträge für die U3-Betreuung vorschießen, während die Refinanzierung durch das Land (KiBiz) völlig an der Realität der gestiegenen Tarif- und Sachkosten vorbeigeht.

Bildungsqualität statt ideologischer Träumereien

Die Freien Wähler kritisieren, dass die frühkindliche Bildung zunehmend einer ideologisch getriebenen „Verwahr-Politik“ weicht. Modelle wie die praxisintegrierte Ausbildung (PiA) belasten das bereits überforderte Stammpersonal zusätzlich, statt echte Entlastung zu bringen. Wenn Gruppen schließen und Notbetreuung zum Dauerzustand wird, ist der Bildungsauftrag am Ende. Wir erleben eine soziale Verantwortungsverwahrlosung, bei der die Leidtragenden die Kinder und die überlasteten Erzieher sind.

Forderungen der Freien Wähler Kreisvereinigung Mönchengladbach:

Vollständige Kostenerstattung: Das Land muss die tatsächlichen Kosten für den U3-Ausbau und die laufenden Personalsteigerungen ohne Zeitverzug übernehmen.

Stopp der Bürokratie: Weg von starren Pauschalen, hin zu einer dynamischen Finanzierung, die sich an den realen Tarifabschlüssen orientiert.

Fokus auf Erziehungsqualität: Bildung darf nicht der Quantität der Plätze geopfert werden. Eltern brauchen Verlässlichkeit, keine bloßen Rechtsansprüche auf dem Papier.

Umkehr zu ab 3 Jahren Kindergarten, und eine besser Entlastung für Familien den Zwang reduziert Kinder vor u3 unterbringen zu müssen